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Apixaban

  

Einteilung

Antikoagulantien / Thrombozytenaggregationshemmer

Direkte Faktoreninhibitoren

Wirkmechanismus

Antikoagulans:
Direkter Inhibitor von Faktor Xa

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Anwendung

Schlaganfall- und Embolie-Prophylaxe

Apixaban kann bei Patieneten mit nicht valvulärem Vorhoffflimmern (das heisst nicht von der Mitralklappe ausgelöstes Vorhoffflimmern, sondern z. B. durch Bluthochdruck ausgelöstes Vorhofflimmern) mit einem oder mehreren Risikofaktoren zur Schlaganfall- und Embolie-Prophylaxe eingesetzt werden.

Unter einem Schlaganfall versteht man eine schlagartige Durchblutungsstörung im Gehirn, die zu Sauerstoff und Nährstoffmangel führt und damit zum Absterben von Hirngewebe. In ca 85 % der Fälle kommt es durch Gefäßverschlüsse zur Mangeldurchblutung und in etwa 15 % der Fälle wird sie durch eine Hirnblutung ausglöst.

Thromboembolieprohpylaxe

Apixaban kann zur Primärprävention von thromboembolischen Ereignissen bei Erwachsenen nach elektivem (nicht zwingendem) chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz, rezidivierender tiefer Venenthrombose und Lungenembolieprohpylaxe eingesetzt werden.

Thromben sind Blutgerinnsel, die in Blutgefäßen entstehen. Sie können aus Thrombozyten bestehen oder aus roten Blutkörperchen. Gerinnsel aus Thrombozyten nennt man Abscheidungsthromben. Sie entstehen vor allem in Arterien. In venösem Blut, das langsamer fließt, entstehen eher Gerinnungsthromben aus Erythrozyten.
Risikofaktoren für Thrombenbildung sind langsamer Blutstrom, z. B. bei längerer Bettruhe, Gefäßwandschädigung und Hyperkoagulabilität. Diese beschleunigte Gerinnung tritt vor allem bei Thrombozytosen, nach Operationen, bei Infekten, während der Schwangerschaft sowie bei Einnahme oraler Kontrazeptiva auf.
Reißt ein Thrombus von der Gefäßwand ab und bewegt sich durch die Blutbahn, nennt man ihn Embolus. Verstopft dieser ein Gefäß, tritt eine Embolie auf.
Besonders gefährlich sind Gefäßverschlüsse in Herzgefäßen, die zum Herzinfarkt führen können.

Patientenhinweis

Ungewöhnliche Blutungen dem Arzt mitteilen!
Die Menstruationsblutung kann an Intensität und/oder Dauer zunehmen.

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Dosierung

2 x täglich 5-10 mg Apixaban peroral unabhängig von den Mahlzeiten.

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Nebenwirkungen

  Blutungen

Häufig treten offene oder okkulte Blutungskomplikationen auf, die sich vor allem an Haut, Schleimhäuten, Wunden und im Bereich des gastrointestinal- und Urogenitaltraktes äußern. Außerdem kommt es häufig zu Ekmychosen (kleinflächige, fleckenförmige Blutung) und Hämatomen.
Gelegentlich kommt es zu Gehirnblutungen.
Es gibt kein spezifisches Antidot zu Apixaban, aber um die Resorption zu verhindern kann Aktivkohle in Betracht gezogen werden.

  Augeneinblutungen, Nasenbluten, Hämoptyse

  Anämie

Häufig führen Blutungen zu posthämorrhagischen Anämien.

  Hypotonie

Die Hypotonie kann auch während eines Eingriffs bestehen, daher ist hier besondere Vorsicht geboten.

  Hautausschlag, anaphylaktische Reaktionen, Ödeme

  Hämaturie

Kontraindikationen

Akute pathologische Blutungen

Der Einsatz von Apixaban ist bei jeglicher Form aktiver pathologischer Blutungen, sowie Organläsionen mit Blutungsgefahr kontraindiziert, da diese durch die Substanz verstärkt werden können.

Lebererkrankungen

Bei Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko verbunden sind, ist Apixaban kontraindiziert.

Schwere Nierenerkrankungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und einer Creatinin-Clearance unter 15 ml/Min oder Dialysepflichtigen Personen ist Apixaban kontraindiziert. Bei Patienten mit Serum-Kreatinin größer als 1,5 mg/dl sollte die Dosis auf 2,5 mg 2 x täglich reduziert werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 J.

Es liegen noch keine Daten vor.

Schwangerschaft und Stillzeit

Tierexperimentelle Studien zeigen für Apixaban keine reproduktionstoxische Eigenschaften, aber die Datenlage ist nicht aussreichend, um aussagekräftig zu sein. Es wurde im Tierversuch nachgewiesen, dass Apixaban in die Muttermilch übergeht.

Daher ist dieser Wirkstoff in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Wechselwirkungen

  Weitere Stoffe mit Einfluss auf die Gerinnung

Es kommt zu einer erhöhten Blutungsneigung durch Substanzen, die die Blutgerinnung beeinflussen, wie Acetylsalicylsäure, Fibrinolytika, Ticlopidin, Clopidogrel, Dipyridamol, orale Antikoagulantien (Dicumarole), Hirudin, NSAID und andere.
Während der Umstellung der Therapie auf andere Antikoagulantien kann unter bestimmten Konditionen eine kurzzeitige gleichzeitige Gabe von Apixaban mit anderen Antikoagulatien indiziert sein (siehe Dosierung Kommentar).

Weitere Stoffe mit Einfluss auf die Gerinnung anzeigen

  p-Glykoprotein-Induktoren

P-Glykoprotein- und CYP3A4-Induktoren (wie Rifampicin, Johanniskraut, Carbamazepin oder Phenytoin) reduzieren bei gleichzeitiger Einnahme mit Apixaban die Apixaban-Plasmaspiegel.

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  CYP3A4-Induktoren

Die Cytochrom P450-Enzyme (kurz CYP) sind maßgeblich an der Biotransformation von Arzneimitteln beteiligt. CYP-Enzyme sind mischfunktionelle Monooxygenasen, d. h. sie führen ein Sauerstoffatom in das zu transformierende Molekül ein. Durch diese Reaktionen (z. B. Hydroxylierung, N- und S-Oxidation, N- und O-Desalkylierung, Desaminierung) werden die Moleküle hinsichtlich einer leichteren Eliminierbarkeit funktionalisiert. Die CYP-Enzyme weisen eine breite Substratspezifität auf und sind damit für die Biotransformation von vielen, auch strukturell unterschiedlichen Arzneistoffen von Bedeutung. Sowohl der Dünndarm als auch die Leber sind im Bezug auf die CYP-Enzyme die Schlüsselorgane, wobei letztere den höchsten CYP-Enzym-Gehalt aufweist. Häufig sind bestimmte CYP-Enzyme durch Arzneistoffe, aber auch durch Nahrungsbestandteile und Umweltgifte induzier- oder hemmbar. Von größter Bedeutung für die Metabolisierung von Arzneistoffen ist das Isoenzym 3A4.

Zur Gruppe der Arzneistoffe, die Cytochrom P450 Isoenzym 3A4 hemmen, gehören Ciclosporin, Tacrolimus, Isoniazid, Aprepitant, Cimetidin, Chloramphenicol, Azol-Antimykotika (Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol), Antibiotika (Erythromycin, Clarithromycin, NICHT Azithromycin), Virostatika (Delaviridin, Indinavir, Ritronavir, Nelfinavir), Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, Felodipin u. a. Auch einige Lebensmittel wie z. B. Grapefruitsaft oder Sternfrucht (Karambole) hemmen CYP3A4. Eine besonders starke Hemmung des Isoenzyms 3A4 können z. B. Azolantimykotika und Virustatika hervorrufen.

Zur Gruppe der Induktoren von Cytochrom P450 Isoenzym 3A4 gehören: Virostatika (Efavirenz, Nevirapin), Barbiturate (Phenobarbital), Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskrautextrakte, Oxcarbazepin, Rifabutin.

U. a. werden folgende Arzneistoffe über das Isoenzym 3A4 metabolisiert und daher als Substrate von CYP 3A4 bezeichnet: Benzodiazepine (Alprazolam, Diazepam), Calciumantagonisten (Nifedipin, Amlodipin), HMG-CoA-Reduktasehemmer (Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin; NICHT Fluvastatin und Pravastatin), Phosphodiesteradeinhibitoren (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil), Alfuzosin, Cabergolin, Ciclosporin, Indinavir, Montelukast.

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  Starke CYP3A4-Inhibitoren

Die Cytochrom P450-Enzyme (kurz CYP) sind maßgeblich an der Biotransformation von Arzneimitteln beteiligt. CYP-Enzyme sind mischfunktionelle Monooxygenasen, d. h. sie führen ein Sauerstoffatom in das zu transformierende Molekül ein. Durch diese Reaktionen (z. B. Hydroxylierung, N- und S-Oxidation, N- und O-Desalkylierung, Desaminierung) werden die Moleküle hinsichtlich einer leichteren Eliminierbarkeit funktionalisiert. Die CYP-Enzyme weisen eine breite Substratspezifität auf und sind damit für die Biotransformation von vielen, auch strukturell unterschiedlichen Arzneistoffen von Bedeutung. Sowohl der Dünndarm als auch die Leber sind im Bezug auf die CYP-Enzyme die Schlüsselorgane, wobei letztere den höchsten CYP-Enzym-Gehalt aufweist. Häufig sind bestimmte CYP-Enzyme durch Arzneistoffe, aber auch durch Nahrungsbestandteile und Umweltgifte induzier- oder hemmbar. Von größter Bedeutung für die Metabolisierung von Arzneistoffen ist das Isoenzym 3A4.

Zur Gruppe der Arzneistoffe, die Cytochrom P450 Isoenzym 3A4 hemmen, gehören Ciclosporin, Tacrolimus, Isoniazid, Aprepitant, Cimetidin, Chloramphenicol, Azol-Antimykotika (Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol), Antibiotika (Erythromycin, Clarithromycin, NICHT Azithromycin), Virostatika (Delaviridin, Indinavir, Ritronavir, Nelfinavir), Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, Felodipin u. a. Auch einige Lebensmittel wie z. B. Grapefruitsaft oder Sternfrucht (Karambole) hemmen CYP3A4. Eine besonders starke Hemmung des Isoenzyms 3A4 können z. B. Azolantimykotika und Virustatika hervorrufen.

Zur Gruppe der Induktoren von Cytochrom P450 Isoenzym 3A4 gehören: Virostatika (Efavirenz, Nevirapin), Barbiturate (Phenobarbital), Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskrautextrakte, Oxcarbazepin, Rifabutin.

U. a. werden folgende Arzneistoffe über das Isoenzym 3A4 metabolisiert und daher als Substrate von CYP 3A4 bezeichnet: Benzodiazepine (Alprazolam, Diazepam), Calciumantagonisten (Nifedipin, Amlodipin), HMG-CoA-Reduktasehemmer (Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin; NICHT Fluvastatin und Pravastatin), Phosphodiesteradeinhibitoren (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil), Alfuzosin, Cabergolin, Ciclosporin, Indinavir, Montelukast.

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Strukturformel

Strukturformel

ratiopharm

SimpleSoft
Hilfe Impressum

Wirkmechanismus

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Es wird der intrinsiche und extrinsische Weg der Gerinngungskaskade unterbrochen, wobei sowohl die Bildung von Thrombin, als auch die Bildung von Blutgerinseln inhibiert wird.

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Patientenhinweis

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Anzeichen für Blutungskomplikationen können Schwächegefühl, Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen, unerklärliche Schwellungen, Dyspnoe und unerklärlicher Schock sein.

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Dosierung

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Die empfohlenen Dosis beträgt zweimal täglich 5 mg.

Für Patienten mit Vorhofflimmern und zwei weiteren der folgenden Kriterien ist eine Dosisanpassung auf 2,5 mg 2 x täglich erforderlich: Alter über 80 Jahre, Körpergewicht unter 60 kg oder Serumkreatinin von 1,5 mg/dl oder größer.

Zur Thromboembolieprophylaxe werden 12-24 Stunden nach der Operation 2 mal täglich 2,5 mg Apixaban empfohlen. Bei Kniegelenkersatz sollte die Therapie 10-14 Tage andauern und bei Hüftgelenkersatz 32-38 Tage.

Eine vergessene Dosis sollte sofort eingenommen werden und dann sollte die zweimal tägliche Dosierung wieder aufgenommen werden.
Eine Umstellung von parenteralen Antikoagulantien auf Apixaban kann mit der nächsten fälligen Dosis erfolgen.
Die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten sollte zunächst beendet werden, wenn eine Umstellung auf Apixaban geplant ist. Sobald der INR-Wert (International Normalized Ratio-Wert) kleiner als 2,0 ist, kann mit der Apixaban-Therapie begonnen werden.
Bei einer Umstellung von Apixaban auf Vitamin-K-Antagonisten sollte eine gleichzeitge Gabe von Vitamin-K-Antagonisten und Apixaban erfolgen, bis der INR-Wert größer als 2,0 ist.

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