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Colecalciferol

 

Einteilung

Osteoporosemittel

Vitamin-D-Präparate

Wirkmechanismus

Vorstufe, die im Körper über Hydroxylierungen zu Vitamin D3 umgewandelt wird: Bindung an intrazelluläre Rezeptoren; Veränderung der Genexpression, z. B. wichtige Funktion zur Aufrechterhaltung des physiologischen Calcium-Spiegels im Körper

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Anwendung

Unterstützende Behandlung der Osteoporose

Die Osteoporose ist eine durch Störung des Knochenstoffwechsels entstehende Knochenerkrankung. Sie führt zu einer generalisierten Abnahme der Knochenmasse pro Volumeneinheit. Infolge der Struktur- und Funktionsveränderung besteht die Gefahr von Knochenbrüchen.
Man unterscheidet primäre und sekundäre Formen. Zu den primären Formen zählen postmenopausale, senile und idiopathische Osteoporose. Die sekundären Formen werden z. B. durch andere Grunderkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Mangelernährung ausgelöst.

Vorbeugung einer Rachitis

Bei der Rachitis handelt es sich um die juvenile (kindliche) Form der Osteomalazie. Dieses Krankheitsbild ist bedingt durch eine Mineralisationsstörung der Skelettknochen, welche durch einen Vitamin D Mangel verursacht wird. Durch die so minderstabilen Knochen kommt es belastungsbedingt zu Deformationen der Knochen.

Patientenhinweis

Das Arzneimittel sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Eine langfristige Behandlung sollte ärztlich begleitet werden.

Bei Einnahme weiterer Arzneimittel sollte ein Abstand von zwei Stunden eingehalten werden.

Dosierung

Die tägliche Dosis an Colecalciferol sollte bei der unterstützenden Behandlung einer Osteoporose, je nach Präparat, zwischen 800 und 1300 I.E. liegen.

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Nebenwirkungen

  Hypercalcämie, Hypercalciurie

Die Entwicklung einer Hypercalcämie ist abhängig von der Dosis und der Dauer der Therapie. Allerdings sind durchaus schwere Verlaufsformen als Nebenwirkung beschrieben. Eine solche Hypercalcämie äußert sich in der Ausbildung von Herzrhythmusstörungen, psychischen Veränderungen und Obstipation als akute Symptome und bei längerem Bestehen auch in Form von Nierensteinen, welche ihrerseits zu Nierenversagen führen können.

Kontraindikationen

Hypercalcämie

Eine Hypercalcämie äussert sich in der Ausbildung von Herzrhythmusstörungen, psychischen Veränderungen, Obstipation als akute Symptome und bei längerem Bestehen auch in Form von Nierensteinen, welche ihrerseits zu Nierenversagen führen können.
Die Gabe von Colecalciferol verstärkt die Symptome einer Hypercalcämie und kann im schlimmsten Fall zu einer hypercalcämischen Krise führen, welche eine Letalität von 50 % hat.

Hypercalciurie

Bei längerem Bestehen einer Hypercalciurie kann es zu Nierensteinen kommen, welche ihrerseits zu Nierenversagen führen können. Wird in einem solchen Fall mit Colecalciferol therapiert, kann sich die Hypercalcurie verstärken und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der oben genannten Folgeerkrankungen erhöhen.

Schwangerschaft

Im Falle einer Schwangerschaft sollte Colecalciferol nur bei entsprechender Indikation angewendet werden, wobei Dosen oberhalb 400 nicht sicher als unbedenklich eingestuft werden können. Die Substanz scheint selbst keine teratogenen Eigenschaften zu besitzen. Allerdings kann eine Colecalciferol-induzierte Hypercalcämie zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen des Fetus führen.
Die Substanz geht in die Muttermilch über, daher sollten postpartal Hochdosistherapien unterlassen bleiben oder der Säugling nicht gestillt werden.

Wechselwirkungen

  Thiazid-Diuretika z. B. Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Gabe von Thiazid-Diuretika und Calcium-Salzen kann es zu einer Hypercalcämie kommen. Thiazide bewirken im Gegensatz zu allen anderen Diuretika eine Abnahme der Calcium- und Phosphatausscheidung. Dagegen steigern sie die Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid und Magnesium.

Thiazid-Diuretika z. B. Hydrochlorothiazid  anzeigen

  Glucocorticoide

Unter Glucocorticoid-Therapie kann die Wirksamkeit von Vitamin D3 und die Resorption von Calcium vermindert sein.

Glucocorticoide anzeigen

  Ionenaustauscherharze z. B. Colestyramin

Die gastrointestinale Resorption von Colecalciferol kann reduziert werden.

  Herzglykoside

Durch Hypercalcämie wird die Toxizität von Herzglykosiden gesteigert. Es kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen.

Herzglykoside anzeigen

  Phenytoin

Antiepileptika aus der Klasse der Barbiturate, aber auch Phenytoin sind potente Induktoren des Cytochrom P450 Systems. Im Falle des Colecalciferols verstärken sie den Abbau und reduzieren damit dessen Wirksamkeit.

  Barbiturate

Antiepileptika aus der Klasse der Barbiturate, aber auch Phenytoin sind potente Induktoren des Cytochrom P450 Systems. Im Falle des Colecalciferols verstärken sie den Abbau und reduzieren damit dessen Wirksamkeit.

Barbiturate anzeigen

Strukturformel

Strukturformel

ratiopharm

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Wirkmechanismus

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Colecalciferol (=Vitamin D3) kann vom Körper selbst gebildet werden, in der Regel ist dessen sonnenlichtabhängige Bildung jedoch nicht ausreichend, so dass eine zusätzliche Supplementierung sinnvoll erscheint. Die Substanz kann je nach Erfordernis vom Körper in das wirksamere Derivat Calcitriol überführt werden.

Die Colecalciferole haben folgende Wirkung: Verstärkte Calciumresorption aus dem Darm, vermehrte Calciumrückgewinnung aus dem Primärharn, Calciummobilisierung aus den Knochen. Diese Effekte führen zur Steigerung der Blutspiegel von Calcium.

Nimmt man alle Effekte zusammen, so ist unter Gabe von Colecalciferol dennoch eine erhöhte Mineralisation des Knochens festzustellen, da - besonders bei gleichzeitiger Calciumgabe - die Calciumresorption aus Darm und Niere für einen ausreichend hohen Calciumspiegel sorgt, der die Voraussetzung für die Knochenmineralisierung darstellt. Die Calciummobilisation aus dem Knochen wird dann überkompensiert.

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Patientenhinweis

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Dosierung

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Es befinden sich derzeit verschiede Vitamin D Präparate im Handel, welche zur Begleitmedikation bei Osteoporose zugelassen sind und unterschiedliche Wirkstoffmengen enthalten. Um eine adäquate Calciumresorption und -mobilisation zu erreichen sollte eine Dosis zwischen 500 und 1000 I.E. gewählt werden. Bei einer manifesten Osteoporose sind allerdings auch Dosen bis 5000 I.E. nicht unüblich.
Folgende Dosierungen sollten bei entsprechenden Präparaten beachtet werden:

  • Vigantol Öl                        1 x täglich 2 Tropfen (entsprechen 1333 I.E.)
  • Dekristol 400 Tabletten        1 x täglich 2 Tabletten (entsprechen 800 I.E.)
  • Vigantoletten 500/1000        1 x täglich 2 Tabletten Vigantoletten 500 bzw. 1 Tablette Vigantolletten 1000 (entsprechen 1000 I.E.)

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