Wirkstoffprofile.de

Home Search

Efeublättertrockenextrakt

  

Einteilung

Antitussiva / Expektorantia

Pflanzliche Expektorantien

Wirkmechanismus

Sekretolytisches und bronchodilatatorisches Expektorans

mehr

Anwendung

Chronisch-entzündliche Bronchialerkrankungen mit Husten

Die Schleimhaut der oberen Atemwege, das sog. „Flimmerepithel“, stellt einen besonderen Schutz gegen die mit der Atmung eingedrungenen Fremdstoffe dar. Durch eine peitschenartige Bewegung von zilientragenden Zellen wird ein durch Becherzellen produzierter Schleimfilm ständig in Richtung Kehlkopf vorgeschoben. Eingedrungene Stoffe werden in diesem Schleimfilm festgehalten und abtransportiert. Man bezeichnet diesen Schutzmechanismus auch als mucoziliäre Clearance.
Bei akuten oder chronischen Erkrankungen der Atemwege ist dieser Mechanismus häufig eingeschränkt, da vermehrt dickflüssiger Schleim gebildet wird und/oder die Zilien in ihrer Anzahl vermindert sind. Durch die vermehrte Schleimansammlung wird schließlich ein Hustenreflex ausgelöst.

Eine Anwendung von Expektorantien ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen und dadurch Husten verursachen, möglich.

Akute Entzündungen der Atemwege mit Husten

Die Schleimhaut der oberen Atemwege, das sog. „Flimmerepithel“, stellt einen besonderen Schutz gegen die mit der Atmung eingedrungenen Fremdstoffe dar. Durch eine peitschenartige Bewegung von zilientragenden Zellen wird ein durch Becherzellen produzierter Schleimfilm ständig in Richtung Kehlkopf vorgeschoben. Eingedrungene Stoffe werden in diesem Schleimfilm festgehalten und abtransportiert. Man bezeichnet diesen Schutzmechanismus auch als mucoziliäre Clearance.
Bei akuten oder chronischen Erkrankungen der Atemwege ist dieser Mechanismus häufig eingeschränkt, da vermehrt dickflüssiger Schleim gebildet wird und/oder die Zilien in ihrer Anzahl vermindert sind. Durch die vermehrte Schleimansammlung wird schließlich ein Hustenreflex ausgelöst.

Eine Anwendung von Expektorantien ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen und dadurch Husten verursachen, möglich.

Patientenhinweis

Das Präparat sollte nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden.
Dauert der Husten länger als 2 bis 3 Wochen an, findet sich Blut oder Eiter im Auswurf, tritt Atemnot oder Fieber auf, so sollte der Arzt aufgesucht werden.
Die expektorierende Wirkung wird durch die Zufuhr von viel Flüssigkeit unterstützt.
Die Einnahme sollte nur tagsüber erfolgen, da nachts ein erleichtertes Abhusten des Schleims in der Regel nicht erwünscht ist.
Sollte eine Kombinationstherapie zusammen mit einem Antitussivum (z. B. Clobutinol) durchgeführt werden, dürfen beide Präparate niemals zusammen eingenommen werden. In solchen Fällen soll das Expektorans tagsüber, das Antitussivum zur Nacht eingenommen werden.

mehr

Dosierung

Täglich 35-157,5 mg peroral, verteilt auf 2-3 Einzeldosen

mehr

Nebenwirkungen

  Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe

  Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr selten können allergische Reaktionen wie Ödeme, Juckreiz oder Atemnot auftreten.

Kontraindikationen

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Substanz sollte nur nach strenger Indikationsstellung in der Schwangerschaft appliziert werden, da keine ausreichenden Daten zur Anwendung beim Menschen vorliegen.

Von der Substanz ist nicht bekannt, ob sie in die Muttermilch übergeht.

Wechselwirkungen

Strukturformel

ratiopharm

SimpleSoft
Hilfe Impressum

Wirkmechanismus

zurück

Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung des Extraktes ist der genaue Wirkmechanismus nicht bekannt. Saponinglykoside wie α-Hederin sollen zu der sekretolytischen und bronchodilatatorischen Wirkung beitragen. Letztere wird wahrscheinlich über einen indirekten Einfluß der Saponine auf das vegetative Nervensystem vermittelt. Es wird vermutet, dass eine verlangsamte Down-Regulation von β2-Rezeptoren in der Bronchialmuskulatur und im Lungenepithel stattfindet. Dies führt dazu, dass körpereigene adrenerge Effekte, wie eine Bronchodilatation, an diesen Rezeptoren verstärkt werden. Darüber hinaus wird, ebenfalls β2-vermittelt, die Surfactant-Produktion stimuliert. Durch die oberflächenaktiven Eigenschaften dieses Phospholipid-Derivates sinkt die Viskosität des Schleims - er lässt sich damit leichter abhusten.
Alternativ wird eine expektorierende Wirkung über die reflektorische Stimulation des Nervus vagus im Magen vermutet. Durch diese Aktivierung des Parasympatikus sollen die Schleimhautdrüsen der Bronchialschleimhaut angeregt werden und vermehrt dünnflüssigen Schleim bilden.

zurück

Patientenhinweis

zurück

Dauert der Husten länger als 2 bis 3 Wochen an, findet sich Blut oder Eiter im Auswurf, tritt Atemnot oder Fieber auf, so sollte der Arzt aufgesucht werden.
Wichtig für die Therapie ist die Zufuhr von viel Flüssigkeit, da bereits hierdurch ein expektorierender Effekt erreicht wird.
In einigen Fällen bietet es sich an, ein Expektorans mit einem Hustenstiller (Clobutinol, Pentoxyverin) zu kombinieren, wobei das Expektorans tagsüber, der Hustenstiller zur Nacht angewendet werden kann. Eine gleichzeitige Einnahme darf niemals erfolgen (Sekretstau!).

zurück

Dosierung

zurück

Die Dosierung richtet sich nach dem Patientenalter und der gewählten Arzneiform. Weiterhin muss auch der jeweilige Trockenextrakt berücksichtigt werden. Bestimmte Arzneiformen (Säfte) sind auch für Säuglinge zugelassen.

Die genaue Dosierung ist der Gebrauchs- oder Fachinformation zu entnehmen.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Efeublätter.

zurück

Wussten Sie schon?

Die Wirkstoffprofile gibt es auch auf CD.

Vorteile: Offline verfügbar, Lerntools, Fortbildungen u.v.m.

Mehr erfahren Sie auf www.wirkstoffprofile.de.

Zurück zum online-Profil