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Nystatin + Zinkoxid

 

Einteilung

Antimykotika

Lokale Antimykotika

Wirkmechanismus

Nystatin: Polyen-Antimykotikum; Porenbildung durch Komplexbildung mit Sterolen der Zellmembran
Zinkoxid: Entzündungshemmend, adstringierend und antiinfektiös

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Anwendung

Entzündungen der Haut und Schleimhaut

Hautschäden, die z. B. durch mechanische Reizung hervorgerufen wurden, können später durch Pilze und Bakterien infiziert werden.
Nystatin dient zur Vorbeugung und Behandlung von Pilzinfektionen. Zinkoxid eignet sich zur Behandlung entzündlicher und nässender Hautveränderungen mit oder ohne Bakterienbefall.

Patientenhinweis

Suspensionen müssen vor Anwendung geschüttelt werden.
Ausreichend lange therapieren, damit es nicht zu Reinfektionen kommt (meist 2 Wochen).
Kommt es trotzdem mehrmals zu Reinfektionen von Haut oder Vagina, so kann dieses an einem "Hefereservoir" im Gastrointestinaltrakt liegen.
Vaginale Anwendung:
Hilfsstoffe sind nicht kompatibel mit Latex-Kondomen.
Eine abendliche Anwendung unmittelbar vor dem Schlafengehen bietet sich an.

Dosierung

Zubereitung ein- bis mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

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Nebenwirkungen

  Allergische Reaktionen

Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die sich in Juckreiz, Rötung, Bläschen und Papeln äußern können.

Kontraindikationen

Wechselwirkungen

  Latex

Bei der Behandlung im Genital- oder Analbereich kann es durch weißes Vaselin und dickflüssiges Paraffin bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit dieser kommen.

Strukturformel

Strukturformel

ratiopharm

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Wirkmechanismus

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Nystatin: Die zur Gruppe der Polyen-Antimykotika gehörende Substanz besteht aus einem glykosidisch Gebundenen Aminozucker und einem makrocyclischen Lactonring (hydrophil), der eine hydrophobe Seite, bestehend aus einer Kohlenwasserstoffkette mit vielen konjugierten Doppelbindungen (Polyen), hat. Über diese hydrophobe Seite, die in ihrer Struktur den Sterinen sehr ähnlich ist (starres, planares, hydrophobes, durchkonjugiertes Doppelbindungssystem etwa gleicher Länge), kann sich das Molekül an das Ergosterol in der Pilzzellmembran anlagern. Hat sich das Molekül in die Zellmembran eingelagert, so verursacht die hydrophile Seite Poren in der Membran, durch die Elektrolyte und andere cytoplasmatischen Bestandteile aus der Zelle austreten können. Je nach Ausprägung ergibt sich damit ein fungistatischer oder fungizider Effekt.
Da das Cholesterol der menschlichen Zellen dem Ergosterol der Pilze strukturell sehr ähnlich ist, können sich Polyen-Antimykotika auch an dieses anlagern. Aus diesem unspezifischen Mechanismus resultieren damit sowohl die Wirkungen als auch die Nebenwirkungen. Bei der lokalen Anwendung kommt es kaum zu Nebenwirkungen, da die Substanz kaum resorbiert wird.
Zinkoxid: Die Substanz wirkt entzündungshemmend, adstringierend und antiinfektiös und unterstützt so die Regeneration der Haut.

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Patientenhinweis

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Dosierung

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Nachdem die Symptome abgeklungen sind, sollte noch einige Tage weiter behandelt werden.

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