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Pelargonienextrakt

   

Einteilung

Antitussiva / Expektorantia

Pflanzliche Expektorantien

Wirkmechanismus

Möglicherweise abwehrsteigernde, antimikrobielle und zellschützende Effekte

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Anwendung

Akute Bronchtitis

Eine akute Bronchitis, also eine Entzündung der Bronchialschleimhaut, tritt meist zusammen mit einer Rhinitis, Laryngitis oder Tracheitis auf. Symptomatisch können Husten, Brustschmerzen, Rasselgeräusche, leichte Temperaturerhöhung und zäher Schleim auftreten.

Verursacher sind in der Regel Viren (Myxo-, Rhino oder Adenoviren), aber auch Bakterien (Streptococcus pneumoniae oder Haemophilus influenzae) im Sinne einer Superinfektion. Daneben kann eine akute Bronchitis auch durch Umweltnoxen wie z. B. Ozon bedingt sein.

Für eine symptomatische Therapie in der Selbstmedikation ist die Anwendung von Expektorantien angezeigt, da sie es dem Patienten ermöglichen, aufgrund ihrer sekretolytischen und sekretomotorischen Wirkung den Schleim leichter abzuhusten. Wichtig für den Therapieerfolg ist dabei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da hierdurch der expektorierende Effekt unterstützt wird.

Patientenhinweis

Bei fehlender Besserung oder neu auftretenden Krankheitssymptomen Arzt aufsuchen!
Nach Abklingen der Beschwerden einige Tage weitertherapieren, maximale Anwendungsdauer 3 Wochen!
Aufbruchsfristen des angebrochenen Arzneimittels beachten!

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Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre:
3 x täglich 30 Tropfen peroral

Kinder 6-12 Jahre:
3 x täglich 20 Tropfen

Kinder 1-5 Jahre:
3 x täglich 10 Tropfen

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Nebenwirkungen

  Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich treten Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall auf.

  Überempfindlichkeitsreaktionen

Es kann zu Hautausschlag, Urtikaria, Gesichtsödem, Dyspnoe und Blutdruckabfall kommen.

  Zahnfleischbluten, Nasenbluten

Es besteht die Möglichkeit, dass das Arzneimittel die Gerinnungsfunktion beeinträchtigt.

Kontraindikationen

Erhöhte Blutungsneigung

Es besteht die Möglichkeit, dass das Arzneimittel die Gerinnungsfunktion beeinträchtigt. Falls die Gerinnungsfunktion bereits gestört ist, sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden.

Säuglinge unter 1 Jahr

Die Anwendung bei Kindern zwischen 1 und 6 Jahren darf nur auf ärztliche Anweisung hin erfolgen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Substanz ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, da keine ausreichenden Daten zur Anwendung beim Menschen vorliegen.

Von der Substanz ist nicht bekannt, ob sie in die Muttermilch übergeht.

Wechselwirkungen

  Gerinnungshemmer

Es besteht die Möglichkeit, dass das Arzneimittel die Gerinnungsfunktion beeinträchtigt. Im Zusammenspiel mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln kann deren Wirkung verstärkt werden. Daher stellt die Anwendung gerinnungshemmender Stoffe eine Kontraindikation da.

Gerinnungshemmer  anzeigen

Strukturformel

ratiopharm

SimpleSoft
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Wirkmechanismus

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Die Wirksamkeit des Arzneimittels (Ethanolgehalt 12 Vol.-%)  wird in der Literatur sehr kontrovers diskutiert. Das Arzneimittel enthält einen ethanolischen Auszug aus den Wurzeln der südafrikanischen Pflanze Pelargonium sidoides.

Der Hersteller gibt an, dass bei in-vitro-Versuchen folgende Effekte belegt werden konnten:

  • Abwehrsteigernde Wirkung: Erhöhung der Schlagfrequenz des Flimmerepithels (möglicherweise besserer Abtransport von Schleim und Erregern); Stimulation des Immunsystems (natürliche Killerzellen, Phagocyten, Interferone, Zytokine)
  • Antimikrobielle Wirkung: schwache antibakterielle und antivirale Wirkung, Hemmung von Resistenzmechanismen von Bakterien gegenüber β-Lactamantibiotika (Hemmung von β-Lactamasen, die den Abbau dieser Antibiotika zu unwirksamen Produkten katalysieren)
  • Zellschützende Effekte: antioxidative Effekte, Hemmung der Leukozytenelastase (eines unspezifischen Enzyms, das neben Keimen auch Gewebszellen schädigen kann)

In Tierversuchen an Mäusen wurde gezeigt, dass unspezifische Krankheitssymptome gemindert werden konnten.

Kritiker wenden ein, dass das Arzneimittel um den Faktor 1000 höher dosiert werden müsse, bevor relevante antimikrobielle Effekte zu erwarten seien. Außerdem wiesen Studien am Menschen u. a. methodische Mängel auf und seien daher ohne Aussagekraft. (Quellen: arznei-telegramm 2003 (34) 28; Schwabe et. al. Arzneiverordnungsreport 2002, Springer-Verlag, Berlin)

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Patientenhinweis

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Sollten während der Einnahme des Arzneimittels folgende Umstände eintreten, muss ein Arzt konsultiert werden:

  • Fehlende Besserung nach 1 Woche
  • Fieber über mehrere Tage hinweg
  • Auftreten von Atemnot
  • Auftreten von blutigem Auswurf

Nach Herstellerangaben ist die angebrochene Packung mit 20 und 50 ml noch 3 Monate, die Packung mit 100 ml noch 6 Monate haltbar.

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Dosierung

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Um die Gefahr eines Rückfalls zu reduzieren, sollte noch einige Tage nach Abklingen der Beschwerden weitertherapiert werden, jedoch insgesamt nicht länger als drei Wochen.

Sollten während der Einnahme des Arzneimittels folgende Umstände eintreten, muss ein Arzt konsultiert werden:

  • Fehlende Besserung nach 1 Woche
  • Fieber über mehrere Tage hinweg
  • Auftreten von Atemnot
  • Auftreten von blutigem Auswurf

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