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          < Gemcitabin >

Gemcitabin

   

Wirkmechanismus

Zytostatikum:
Hemmung der Zellteilung und Einleitung der Apoptose durch Hemmung der Pyrimidinsynthese

Anwendung

Fortgeschrittenes Harnblasenkarzinom

Blasenkrebs ist eine Erkrankung der Harnblase, welche vorrangig ältere Patienten (Männer häufiger als Frauen) betrifft. Ursachen für diese Tumoren erstrecken sich von chronischen Entzündungen der Blase über Chemikalien und die regelmäßige Einnahme von bestimmten Arzneimitteln. Ein häufiges aber leider unspezifisches Krankheitssymptom sind Blutbeimengungen im Urin.
Dieser Krebs wird zu 3/4 der Fälle in einem frühen Stadium entdeckt, sodass eine lokale Therapie ausreichend ist. Bei dem restlichen Viertel der Patienten ist der Tumor über die Schleimhautgrenze hinweg in das Muskelgewebe der Blase oder bereits in weitere Organe eingedrungen, sodass eine Totalentfernung der Harnblase angestrebt wird.
Darüberhinaus wird eine Chemotherapie durchgeführt, um die Progression der Erkrankung zu bremsen.
Allerdings hat eine Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium mit Metastasenbildung nur einen palliativen Ansatz und kann keine Heilung bewirken.

Fortgeschrittenes Adenokarzinom des Pankreas

Das Pankreaskarzinom entsteht aus den exokrinen Drüsen des Pankreas und ist daher von Neoplasien des endokrinen Pankreas (dem selteneren Insulinom) abzugrenzen. Am häufigsten ist der Pankreaskopf betroffen, seltener betrifft es den Corpus, den Schwanz oder eine diffuse Verteilung über das gesamte Organ. Meist handelt es sich um Adenokarzinome des Pankreasganges, die bereits in frühen Stadien das umgebende Gewebe und angrenzende Organe infiltrieren. Außerdem treten frühzeitig Fernmetastasen auf, die hauptsächlich Lungen und Knochen betreffen. Die Erkrankung verläuft zunächst symptomatisch stumm und wird oft erst bemerkt, wenn die benachbarten Organe betroffen sind, oder eine Verdrängung auftritt.

Eine kurative Therapie ist dann meist nicht mehr möglich. Sie besteht in einer Operation mit Entfernung variabler Teile des Pankreas, bei der meistens auch Teile des Duodenums, des Magens und der Gallenblase entfernt werden müssen. Die palliative Therapie besteht darin, die Durchlässigkeit des Gastrointestinaltraktes zu erhalten. Als Chemotherapie kommt neben 5-Fluorouracil auch nab-Paclitaxel in Kombination mit Gemcitabin in Frage.

Fortgeschrittenes nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

Das Lungenkarzinom gehört in Deutschland zu den häufigsten malignen Tumorerkrankungen. Im Jahr 2023 erkrankten etwa 33.490 Männer und 24.850 Frauen an Lungenkrebs. Bei Männern ist Lungenkrebs weiterhin die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Das relative 5-Jahres-Überleben liegt bei Männern bei etwa 19 % und bei Frauen bei etwa 25 %.
Es gibt viele Risikofaktoren, wobei Rauchen und Passivrauchen (85 % der Fälle), Ernährung, Radon und ionisierende Strahlung sowie partikuläre Luftverschmutzung und Dieselmotorenemissionen wissenschaftlich nachgewiesen sind. Bei anderen beruflichen Risikofaktoren (z. B. Asbest, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Chromate, Arsen, Nickel, Dichlordimethylether, u. v. m.), die für 9-15 % der Fälle verantwortlich gemacht werden, gilt der Zusammenhang als gesichert. Da die Latenzzeit bei 30 bis 40 Jahren liegt, wird eine berufliche Anamnese empfohlen.

NSCLC
Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC; non-small cell lung cancer) macht etwa 85 % aller Lungenkarzinome aus. Histologisch werden insbesondere Adenokarzinome und Plattenepithelkarzinome sowie seltener großzellige und andere Karzinome unterschieden. Das Adenokarzinom stellt dabei den häufigsten histologischen Subtyp des NSCLC dar. Die verbleibenden etwa 15 % der Lungenkarzinome entfallen auf das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC; siehe unten).
Die primäre Prävention besteht darin Maßnahmen zu ergreifen, die das Auftreten der Erkrankung verhindern, also Expositionsvermeidung mit auslösenden Substanzen. Die Sekundärprävention besteht in der Früherkennung, während sich die Tertiärprävention damit beschäftigt negative Auswirkungen zu reduzieren (Supportiv- und Palliativmedizin).
Die Therapie ist vielfältig und je nach Allgemeinzustand, Stadium und Operabilität unterschiedlich, daher sollte eine sorgfältige Klassifizierung und ein genaues Staging und eine Erfassung des Mutationsstatus erfolgen. Die Aufklärung des Patienten nimmt einen wesentlichen Aspekt der Behandlung ein. Sie soll umfassend und empathisch in Etappen und mit der Möglichkeit Fragen zu stellen durchgeführt werden. Es wird empfohlen frühzeitig eine strukturierte Palliativversorgung in die Therapie zu integrieren.
Generell kommen je nach Tumorstadium, Histologie, molekularem Tumorprofil, PD-L1-Expression und Allgemeinzustand Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Tumortherapie zum Einsatz. Die medikamentöse Therapie umfasst klassische Zytostatika wie Cisplatin, Carboplatin, Gemcitabin, Paclitaxel, Docetaxel, Vinorelbin und Pemetrexed sowie Immuncheckpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab, Nivolumab, Atezolizumab und Cemiplimab. Bei nicht-plattenepithelialer Histologie kann außerdem Bevacizumab Bestandteil einer Kombinationstherapie sein. Bei entsprechenden molekularen Veränderungen kommen zielgerichtete Wirkstoffe zum Einsatz, beispielsweise Osimertinib bei EGFR-mutierten, Alectinib bei ALK-positiven, Selpercatinib bei RET-Fusions-positiven oder Tepotinib bei NSCLC mit METex14-Skipping. Die konkrete Auswahl der Therapie richtet sich nach Krankheitsstadium, Histologie, molekularem Tumorprofil, PD-L1-Expression, Vorbehandlung und Allgemeinzustand.

SCLC
Das kleinzellige Bronchialkarzinom macht ca. 15 % aller Bronchialkarzinome aus (Inzidenz rückläufig) und geht von neuroendokrinen Zellen aus. Charakteristisch ist eine zentrale Anlage der Tumoren, welche manschettenartig die Bronchien umwachsen. Die Hauptursache für das Entwickeln eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms scheint das Rauchen zu sein.
Aufgrund der frühzeitigen hämatogenen und lymphatischen Metastasierung ist das kleinzellige Lungenkarzinom prognostisch ungünstig, weist jedoch eine hohe Chemo- und Strahlensensitivität auf. Etwa 60 bis 70 % der Patienten befinden sich bei Erstdiagnose bereits im Stadium Extensive Disease. Unter der heute üblichen Chemoimmuntherapie beträgt die mediane Überlebenszeit in diesem Stadium etwa 12 Monate; etwa 15 bis 20 % der Patienten erreichen ein 3-Jahres-Überleben. In den lokal begrenzten Stadien I–III besteht dagegen ein kurativer Therapieanspruch. Insgesamt liegt die 5-Jahres-Überlebensrate des SCLC bei etwa 9 %.
Die Symptome eines Bronchialkarzinoms sind sehr uncharakteristisch. Die Patienten klagen häufig initial nur über Husten, Thoraxschmerz und leichte Luftnot. Im späteren Verlauf können das Abhusten von Schleim, Blutbeimengungen im Sputum zunehmende Luftnot und Heiserkeit auftreten. Da das kleinzellige Bronchialkarzinom zu den neuroendokrinen Tumoren gehört, können auch endokrinologische Störungen wie ein Cushingsyndrom vorkommen.
Die Aufklärung des Patienten nimmt einen wesentlichen Aspekt der Behandlung ein. Sie soll umfassend und empathisch, in Etappen und mit der Möglichkeit Fragen zu stellen durchgeführt werden. Zu Beginn der Behandlung sollten der ECOG Performance Status, Geschlecht und LDH erhoben werden. Die Therapie ist vielfältig und sollte eine Kombinationssystemtherapie (Chemotherapie) sowie stadienabhängig lokale Maßnahmen (OP und Bestrahlung) umfassen (Details können der Leitlinie entnommen werden).
Die medikamentöse Therapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms basiert insbesondere auf Kombinationen von Cisplatin oder Carboplatin mit Etoposid. Beim kleinzelligen Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (ES-SCLC) werden in der Erstlinientherapie eine platinbasierte Chemotherapie mit Etoposid und einem Immuncheckpoint-Inhibitor eingesetzt. Hierfür stehen unter anderem Atezolizumab, Durvalumab, Serplulimab und Tislelizumab in jeweils zugelassenen Kombinationen zur Verfügung. Bei einem SCLC im nicht fortgeschrittenen Stadium (LS-SCLC), das nach platinbasierter Radiochemotherapie nicht progredient ist, kann Durvalumab als Konsolidierungstherapie eingesetzt werden. Für die Behandlung eines Rezidivs stehen abhängig von Therapiefreiem Intervall, Vorbehandlung und Allgemeinzustand weitere medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung.
Die Therapieschemata können der Leitlinie (S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms von Juni 2026) entnommen werden.
Bei gutem Ansprechen kommt es zunächst oft zu einer vollständigen Remission, aber im Krankheitsverlauf treten zunehmend Metastasenherde auf, die Chemotherapie resistent werden, so dass die Patienten ihrer Krankheit erliegen.

Weitere Therapieoptionen und begleitende Maßnahmen bei Lungenkrebs

Die Behandlung des Lungenkrebses mit interventionellen Verfahren zur Unterstützung der Therapie wird empfohlen. Zur psychoonkologischen Betreuung, Supportivtherapie, komplementär medizinischen Versorgung sowie zur palliativen Therapie von Patienten mit Lungenkarzinom liegen allgemeine S3-Leitlinien vor („Leitlinie zur Psychoonkologie“, „Supportivmedizin bei onkologischen Patienten“, „Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer Patienten“ und „Leitlinie zur Palliativmedizin“) die für Lungenkrebspatienten Anwendung finden.
Rehabilitationsverfahren inklusive aerober Ausdauertrainingsprogramme haben einen positiven Einfluss in Bezug auf die Lebensqualität und die vorhandene Luftnot und sind daher zur schnelleren Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit zu empfehlen.
Nach Abschluss der Primärtherapie sollte ein strukturierter Nachsorgeplan für die Patienten erstellt werden um Rezidive, Zweitkarzinome, Komplikationen und Toxizitäten sowie den Bedarf für psychoonkologische Maßnahmen zu erkennen.

Fortgeschrittenes epitheliales Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist mit ca. 8000 Neuerkrankungen (2018: 7300) im Jahr der zweithäufigste Genitaltumor der Frau. Ausgangsort der Erkrankung ist das Ovarialepithel. Die Ursache für die Tumorentstehung ist nicht gänzlich geklärt, aber es scheinen zum einen genetische Mutationen daran beteiligt zu sein, zum anderen spielen Faktoren wie das Alter der Frau, Anzahl der Schwangerschaften und die hormonelle Kontrazeption eine Rolle. So geht man davon aus, dass eine Ursache für die Tumorentstehung chronische Verletzungen des Ovarialepithels durch die immer wiederkehrenden Eisprünge sein kann, was den protektiven Effekt der hormonellen Eisprunghemmung erklärt.

Wegen der zunächst uncharakteristischen Symptomatik des Tumors (Miktions- und Defäkationsstörungen, Müdigkeit, Gewichtsverlust), wird dieser in 75 % der Fälle erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, was prognostisch ungünstig ist. Über alle Stadien liegt das relative 5-Jahres-Überleben bei 43 %.

Therapie
Ziel der Therapie ist zunächst die makroskopische Vollresektion, die fertilitätserhaltend erfolgen kann, solange die Erkrankung nur unilateral vorliegt. Unauffällige Lymphknoten sollten nicht vorsichtshalber entfernt werden. Wenn andere Organe mitbefallen sind, sollte eine multiviszerale Resektion erfolgen (Genitalorgane, Darm- und Leberteile, Milz, Pankreas).

Die adjuvante Chemotherapie sollte in der first-line aus Carboplatin (AUC 5) und Paclitaxel (175mg/m2 KOF) alle 3 Wochen über 6 Zyklen bestehen. Veränderungen von Dosisdichte und Intensität sollten nur innerhalb von klinischen Studien durchgeführt werden. Bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom kann eine Erhaltungstherapie mit Bevacizumab, PARP-Inhibitoren (Ola-, Nira-, Rucaparib) oder einer Kombination aus beiden erfolgen.

Die Rezidivbehandlung sollte ebenfalls aus einer operativen Vollresektion bestehen. Die weitere Behandlung richtet sich danach, ob die Tumore platin-sensitiv oder platinresistent sind. Platinsensitive Rezidive können mit Carboplatin in Kombination mit Gemcitabin, Paclitaxel oder Doxorubicin und ggf. Bevacizumab oder PARP-Inhibitoren behandelt werden. Bei Platin Resistenz kommen Gemcitabin, Paclitaxel (wöchentlich), pegyliertes liposomales Doxorubicin und Topotecan in Frage. Patientinnen, bei denen die platinhaltigen Therapien ausgeschöpft sind, können mit PARP-Inhibitoren als Monotherapie behandelt werden. Die Indikation für eine Strahlentherapie sollte kritisch geprüft werden.

Allen Patientinnen sollte die Möglichkeit zu rehabilitativen Maßnahmen und Sozialberatung gegeben werden, die dem Erkennen und der Behandlung von Nebenwirkungen, psychosozialer Betreuung, Verbesserung der Lebensqualität und dem Erkennen von Rezidiven oder eines Progresses dienen. Der Anschluß an eine Selbsthilfegruppe und eine gute Auflklärung über die Erkrankung und Prognosen ist sinnvoll.

Die Nachsorge sollte gründlich und vollumfassend in den ersten 3 Jahren alle 3 Monate, später halbjährlich durchgeführt werden.

Nicht operabler, rezidivierender oder metastasierendes Mammakarzinom

Das Mammakarzinom ist mit ca. 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste maligne Tumor der Frau. Auf struktureller Ebene überwiegt das duktal-invasive Karzinom. Der Tumor geht also von den Milchgängen aus. Der häufigste populationsbezogene Risikofaktor ist das fortgeschrittene Alter, aber die Ursachen sind vielfältig. So gibt es bestimmte Mutationen des BRCA1- und 2 Gens, aber auch hormonelle Einflüsse können eine Ursache sein.

Da bei Entdeckung durch die Frau oft schon fortgeschrittenere Stadien vorliegen, ist beim Mammakarzinom die Früherkennung sehr wichtig. Daher sollten Frauen regelmäßig Tastuntersuchungen der Brust durchführen, oder durchführen lassen. Umgehend einen Arzt aufsuchen sollten Frauen, welche Knoten in der Brust ertasten, die Einziehungen in der Haut oder der Brustwarze haben, sowie Frauen, welche Veränderungen an der Haut feststellen. Eine genetische Untersuchung soll Frauen angeboten werden, die ein hohes familiäres Risiko aufweisen. Aktuell haben Frauen in Deutschland von 50 bis 75 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Mammographie-Screening.

In den aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Krebserkrankungen gewinnt die Aufklärung und Beratung durch den behandelnden Arzt zunehmend an Bedeutung. Die Leitlinie (S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms 2026) gibt strukturierte Vorschläge für ein empathisches Erstgespräch, das auf Patientenwunsch auch mit Begleitperson erfolgen kann. Nachdem alle diagnoserelevanten Voruntersuchungen (Tastuntersuchungen, bildgebende Verfahren, Biopsien), Klassifikation, Staging und ggf. genetische Tests abgeschlossen sind, sollte eine partizipative Therapieentscheidung angestrebt werden.

Die Basistherapie der lokoregional begrenzte Primärerkrankung besteht in der vollständigen Tumorresektion (R0). Vor allem beim invasiven Mammakarzinom sind die Resektionsränder prognostisch entscheidend. Eine brusterhaltende Therapie (BET) mit anschließender Bestrahlung ist einer Mastektomie bezogen auf die Überlebensraten nicht generell unterlegen. Bei ausgewählten Patientinnen mit sehr niedrigem Lokalrezidivrisiko kann nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung auf eine postoperative Bestrahlung verzichtet werden. Eine Mastektomie sollte bei inkompletter Entfernung, inflammatorischem Mamma-CA, Kontraindikation für Bestrahlung nach BET oder auf Patientenwunsch durchgeführt werden. Auch hier kann im Nachgang eine Brustwandbestrahlung angeboten werden. Plastisch rekonstruktive Eingriffe sollten im Nachgang angeboten werden.
Die systemische Therapie kann simultan oder zeitlich sequenziell angeboten werden. Bei hohem Mortalitätsrisiko kann bei geeigneten Patientinnen eine dosisdichte Therapie eingesetzt werden.
Die Auswahl der medikamentösen Therapie richtet sich insbesondere nach Tumorstadium und Rezidivrisiko sowie nach den biologischen Eigenschaften des Tumors. Von besonderer Bedeutung sind dabei der Hormonrezeptorstatus (HR), der HER2-Status und gegebenenfalls weitere molekulargenetische Veränderungen. Entsprechend können eine endokrine Therapie, Chemotherapie, HER2-gerichtete Therapie, Immuntherapie oder weitere zielgerichtete Arzneimittel zum Einsatz kommen. Je nach Tumorbiologie und Erkrankungsstadium können diese Therapien neoadjuvant oder adjuvant sowie als Kombination verschiedener Therapieformen eingesetzt werden. Die konkrete Wirkstoffauswahl, Kombination und Therapiedauer richtet sich nach der individuellen Erkrankungssituation und sollte entsprechend der jeweils aktuellen S3-Leitlinie Mammakarzinom erfolgen.

Zu Beginn der Therapie sollte eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Wenn im Laufe der Therapie eine Indikation für eine knochenprotektive Therapie besteht, können Denosumab oder Bisphosphonate eingesetzt werden. Vor Einleitung der Therapie sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Bei einem Rezidiv oder einer Metastasierung sollte, wenn möglich, erneut eine histologische Untersuchung einschließlich der für die Therapieentscheidung relevanten Biomarker erfolgen, da sich die Tumoreigenschaften gegenüber der Primärerkrankung verändert haben können. Die Auswahl der systemischen Therapie richtet sich insbesondere nach Hormonrezeptor- und HER2-Status, weiteren therapierelevanten molekularen Veränderungen, Lokalisation und Ausmaß der Metastasierung, vorhandenen Symptomen, Allgemeinzustand sowie Art und Wirksamkeit vorausgegangener Therapien.
Abhängig von diesen Faktoren stehen unter anderem endokrine Therapien, Chemotherapien, HER2-gerichtete Therapien, Immuncheckpoint-Inhibitoren und weitere zielgerichtete Arzneimittel sowie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) zur Verfügung. Aufgrund der Vielzahl der Therapieoptionen und der sich rasch weiterentwickelnden medikamentösen Behandlung richtet sich die konkrete Auswahl und Reihenfolge der Wirkstoffe nach der jeweils aktuellen S3-Leitlinie Mammakarzinom.
Metastasen treten vor allem im Gehirn, der Leber, der Lunge, der Knochen oder als Haut- und als Weichteilmetastasen auf. Je nach gegebenen Möglichkeiten können diese resiziert und/oder bestrahlt werden. Im metastasierten Zustand sollten während der Chemotherapie regelmäßige Toxizitätsuntersuchungen und alle 6-12 Wochen eine Beurteilung des Effekts der Therapie erfolgen. Eine Unterbrechung der Therapie sollte bei klinisch relevanter Progression oder inakzeptablen Toxizität erfolgen. Eine Monochemotherapie erfolgt, wenn kein hoher Remissionsdruck vorliegt. Eine Kombination mit Bevacizumab kann erwogen werden.

Während und nach der Behandlung sollte bei den Patientinnen ein standardisiertes psychoonkologisches Screening erfolgen, um herauszufinden, ob Bedarf an psychoonkologischer Betreuung besteht. Dies soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Bei der Auswahl der geeigneten Behandlung bietet die S3 Leitlinie Psychoonkologie Unterstützung.
Eine Supportivtherapie entsprechend der Empfehlungen der S3 Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen Patientinnen sollte ebenfalls erwogen werden.
Die Nachsorge sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Empfehlungen für die notwendigen Untersuchungen und Abstände je nach Risiko können der Leitlinie Mammakarzinom entnommen werden. Rehabilitationsmaßnahmen, Bewegungsprogramme und Physiotherapie sollten angeboten werden.
Die Maßnahmen der Palliativtherapie sollten sich an den individuellen Therapie- und Lebenszielen der Patientinnen orientieren.

Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten über die Möglichkeit des Fertilitätserhalts und ggf. der Kryokonservierung von Eizellen informiert werden. Eine Schwangerschaft nach Beendigung der Therapie hat auch beim hormonrezeptor-positiven Mamma-CA keinen Überlebensnachteil. Die endokrine Therapie kann ggf. nach der Entbindung und ggf. Stillzeit wieder aufgenommen werden. Die Behandlung eines Mamma-CAs während der Schwangerschaft sollte sich so nah wie möglich an der üblichen Therapie orientieren. Endokrine Therapien, Checkpoint-Inhibitoren und anti-HER2-Therapien sollten aber während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Während der Therapie von älteren Patientinnen sollte ein geriatrisches Assessment durchgeführt werden, um zu ermitteln, inwiefern die Patientinnen aufgrund von Belastungen durch Vollnarkose und Chemotherapie in Kombination mit bestehenden Vorerkrankungen von einer Behandlung profitieren können. Das Alter allein ist kein Ausschlusskriterium für die Einleitung einer Therapie.

Während der gesamten Therapie sollten die Patientinnen über einen möglichen Schaden durch selbsteingeleitete komplementäre oder alternative Behandlungen aufgeklärt werden.

Es gibt digitale Gesundheitsanwendungen, die als hilfreich beurteilt werden. Diese sollten den Patientinnen angeboten und verordnet werden.

Dosierung

1 x wöchentlich 1000-1250 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) intravenös über 30 Minuten

Patientenhinweis

Während der Infusion sollte der Patient auf Schwellungen an der Infusionsstelle achten, denn wenn es zu einem Paravasat (Laufen der Infusion in das umgebende Armgewebe) kommt, muss die Infusion sofort gestoppt werden und in einem neuen Blutgefäß fortgesetzt werden.

Nebenwirkungen

  Störungen des Blutbildes

Sehr häufig treten als Nebenwirkung Anämie, Neutropenie (reduzierte Zahl der neutrophiler Granulozyten), Leukopenie und Thrombozytopenie auf.

Das Hämogramm (Blutbild) stellt die Menge der in einer Blutprobe vorhandenen Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen) und Retikulozyten (polymorphkernige Blutkörperchen) nebeneinander dar. Beim Differentialblutbild werden sowohl quantitative als auch qualitative Parameter, wie z. B. die Form, mit herangezogen. Neben pathologischen Veränderungen können Abweichungen von den Normwerten auch durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen bedingt sein. Auftreten können u. a.:
  • Leukopenie: Die Gesamtzahl aller Leukozyten (Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) im Blut ist auf unter 5.000/mm³ reduziert.
  • Leukozytose: Die Gesamtzahl aller Leukozyten im Blut ist über 10.000/mm³ erhöht.
  • Granulozytopenie: Verminderung der Anzahl der Leukozyten, insbesondere der neutrophilen Granulozyten.
  • Agranulozytose (perniziöse Neutropenie): Verminderung der Anzahl der Leukozyten (Leukopenie), die Granulozyten können komplett fehlen. Auch die Blutplättchen und das Knochenmark können betroffen sein. Eine Agranulozytose kann sich innerhalb von Stunden ausbilden und geht üblicherweise mit grippeähnlichen Symptomen einher, bei deren Auftreten der Patient darüber aufgeklärt sein muss, dass umgehend eine ärztliche Konsultation erfolgen sollte. Es wird symptomatisch therapiert; Breitbandantibiotika und Granulozyten-Koloniestimulierende Faktoren, wie Filgrastim, werden häufig in der Therapie verabreicht.
  • Eosinophilie: Erhöhung der Anzahl der eosinophilen Granulozyten im Blut. Bei allergischen Reaktionen wie dem Arzneimittelexanthem tritt dies zum Beispiel auf.
  • Thrombozytopenie: Verminderung der Anzahl der Thrombozyten unter 150.000/mm³. Durch den Mangel an Thrombozyten ist die Blutgerinnung gestört und es treten vermehrt Hämatome oder Blutungen auf.
  • Aplastische Anämie: Die Gesamtzahl aller Zellen im Blut ist reduziert (Panzytopenie). Ursache ist eine gestörte Stammzellreifung im Knochenmark.
Grundsätzlich stellen Blutbildveränderungen ernste bis lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen dar, die einer weitergehenden ärztlichen Abklärung bzw. Behandlung bedürfen.

  Gastrointestinale Beschwerden

Sehr häufig kommt es während der Therapie mit Gemcitabin zu Brechreiz, Übelkeit, Erbrechen, Unwohlsein, Stomatitis, Diarrhö und  Obstipation sowie häufig zu Appetitlosigkeit und Störungen des Geschmacksinns.

  Hautreaktionen

Sehr häufig kommt es zu Erythemen, Hautausschlag, allergischen Hautreaktionen und Pruritus.

  Blutungen

Sehr oft kommt es zu Petechien und häufig zu anderen Blutungen.

  Ödeme

Unter der Therapie mit Gemcitabin kommt es zur Bildung von Ödemen. Sehr häufig sind periphere Ödeme, häufig Gesichtsödeme und selten kommen Lungenödeme vor.

  Störungen des Herz-Kreislauf-Systems

Gelegentlich kommt es zu Arrhythmien und zum  Schlaganfall. Selten tritt ein Herzinfarkt auf.

  Zentralnervöse Störungen

Sehr häufig kommt es zu Müdigkeit, Schlafstörungen und Somnolenz und Einschränkungen des Reaktionsvermögens. Häufig kommt es auch zu Depressionen.

  Grippeähnliche Symptome, Infektionen

Sehr häufig kommt es zu Fieber und häufig zu Kopfschmerzen, Muskel- und Rückenschmerzen, Schüttelfrost, Schnupfen und Husten.

Sehr häufig kommt es unter der Therapie mit Gemcitabin zu einer gesteigerten Infektanfälligkeit des Patienten, was sich auch in verschiedenen bakteriellen Infekten bemerkbar machen kann.

  Alopezie

  Leberfunktionsstörungen

Sehr oft kommt es zu Leberfunktionsstörungen, die sich sehr oft in Erhöhung von Transaminasen und alkalischer Phosphatase, häufig in erhöhtem Bilirubin und selten in erhöhten Gammaglutamyl-Transferase äußern. Gelegentlich kommt es zu schweren Leberschäden und in seltenen Fällen auch zum Tod.

Kontraindikationen

Schwere Störungen des Blutbildes

Leukopenie: Bei einer Leukozytenzahl unter 500/µl sollte Gemcitabin nicht angewendet werden.

Thrombozytopenie: Bei einer Thrombozytenzahl unter 50.000/µl sollte Gemcitabin nicht angewendet werden.

Kardiovaskuläe Erkrankungen

Da es unter der Therapie mit Gemcitabin zu kardialen und vaskulären Funktionsstörungen kommen kann, sollten Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen mit Vorsicht behandelt werden.

Lungenerkrankungen

Da es unter der Therapie mit Gemcitabin zu Lungenödemen, interstitieller Pneumonitis und akutem Atemnotsyndrom kommen kann, sollten entsprechend vorbelastete Patienten mit Vorsicht behandelt werden.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie sollte nicht gleichzeitig oder im Abstand von weniger als 7 Tagen mit der Gemcitabingabe erfolgen.

Lebendimpfstoffe

Auf Gelbfieberimpfungen und andere attenuierte Lebendimpfstoffe sollte während der Therapie mit Gemcitabin verzichtet werden.

Schwere Leberinsuffizienz

Bei einer bestehenden Leberinsuffizienz aufgrund von Lebermetastasen, Hepatitis, Alkoholismus oder Leberzirrhose kann es zu einer Verschlechterung der Leberinsuffizienz kommen.

Kinder und Jugendliche unter 18 J

Aufgrund unzureichender Daten kann die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren nicht empfohlen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Da tierexperimentelle Studien gezeigt haben, dass Gemcitabin eine Reproduktionstoxizität zeigt, sollten Frauen während der Behandlung nicht schwanger werden, und Männern wird empfohlen während der Behandlung und bis zu sechs Monate danach kein Kind zu zeugen.

Während einer Gemcitabin-Behandlung muss abgestillt werden.

Außerdem besteht die Möglichkeit der Infertilität.

Wechselwirkungen

  Lebenvirusimpfstoffe

Aufgrund des allgemein geschwächten Zustands besteht das Risiko einer systemischen Erkrankung, wenn Gemcitabin zusammen mit Lebendvirusimpfstoffen gegeben wird.

  Carboplatin

Bei bestehender Sklerodermie kommt es zu multiplen Nekrosen an den Fingerendgliedern.

Zu Carboplatin wechseln

  Cisplatin

Es kann zu Nierenschäden kommen.

Zu Cisplatin wechseln

  5-Fluorouracil


Zu 5-Fluorouracil wechseln

  Paclitaxel

Es gibt einen Einzelfallbericht über eine Rhabdomyelose unter der gleichzeitigen Therapie mit Gemcitabin und Paclitaxel.

Zu Paclitaxel wechseln

  Flupentixol

Die Kombination mit Gemcitabin sollte aufgrund des ebenfalls myelodepressiven Potentials vermieden werden, weil die Depotneuroleptika ggf. auch nicht schnell genug ausgeschieden werden können.

Zu Flupentixol wechseln

Strukturformel

Strukturformel

Kommentar

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Wirkmechanismus

Tumoren zeichnen sich im Gegensatz zu gesundem Gewebe dadurch aus, dass sie:
  • unabhängig von Wachstumssignalen sind
  • insensitiv für hemmende Wachstumssignale sind
  • Apoptose (programmierter Zelltod) umgehen oder vermeiden
  • sich das Potential zur unbegrenzten Replikation aneignen
  • die Versorgung mit Blutgefäßen induzieren (Angiogenese)
  • infiltrierend wachsen und metastasieren.

Durch Zytostatika wird die Zellteilung gehemmt. Dabei schlägt die Therapie um so effektiver an, je schneller der Tumor wächst. Dies liegt daran, dass die Chemotherapeutika besonders gut auf proliferierende Zellen wirken, also auf Zellen, die noch nicht ausdifferenziert sind und sich nicht in der Ruhe-Phase befinden.
Je nach Angriffspunkt im Zellzyklus werden phasenspezifische und phasenunspezifische Substanzen unterschieden. Phasenspezifische Substanzen wirken nur in einzelnen Phasen des Zellzyklus. So wirken z. B. Antimetaboliten in der S-Phase, in der die DNA-Replikation stattfindet, und Mitosehemmstoffe in der Mitose-Phase. Phasenunspezifisch wirken z. B. Antrazykline und Alkylantien. Dennoch ist ihre Wirksamkeit auf proliferierende Zellen deutlich höher als auf ruhende.
Durch die Zytostatika werden die Tumorzellen eliminiert, indem die Apoptose induziert wird. Diese ist allerdings abhängig vom Tumorsuppressorprotein p53, dessen kodierende Gene geschädigt sein können, wodurch eine Tumorresistenz gegen Chemotherapeutika ausgelöst werden kann.
Die meisten Zytostatika schädigen neben den Tumorzellen auch gesunde Zellen. Dabei sind Zellen und Gewebe mit hoher Proliferationsrate, wie Knochenmark, Epithel des Gastrointestinaltrakts und Haarfollikel, besonders stark betroffen (Nebenwirkungen wie Knochenmarksdepression, Schleimhautentzündung und Haarausfall liegen darin begründet). Zytostatika haben neben ihrer tumorhemmenden Wirkung auch ein teratogenes, mutagenes und onkogenes Potential, d. h. sie können selbst die Entstehung eines Zweittumors auslösen. Als besonders kanzerogen einzustufen sind die Alkylantien.

Gemcitabin wird nach seiner oralen Verabreichung und Aufnahme zum Diphosphatnukleosid (dFdCDP) und Triphosphatnukleosid (dFdCTP) metabolisiert. Zum Einen hemmt es das Enzym, das für die Bereitstellung der Desoxyribonukleosidtriphosphate für die DNA-Synthese sorgt (Ribonukleotidreduktase) und zum Anderen konkuriert der Metabolit als falscher Baustein mit CTP um den Einbau in die DNA (in geringem Ausmaß wird er auch in die RNA eingebaut). Nach dem Einbau des Gemcitabin-Metaboliten in die DNA wird noch ein weiteres Nukleotid eingebaut bevor die Apoptose eingeleitet wird (maskierter Kettenabbruch).

Am stärksten treffen die Auswirkungen des DNS- und RNS-Mangels die Zellen, die schneller proliferieren und somit Gemcitabin schneller metabolisieren können - z. B. Tumorzellen.
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Patientenhinweis

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Dosierung

Die Dosierung wird durch den behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich neben der Erkrankung auch nach der Verträglichkeit. Eine Dosisreduktion kann unter Umständen angezeigt sein. Folgende Therapieschemata haben sich bewährt:

Harnblasenkarzinom:
1000 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) über 30 Minuten i.v. an den Tagen 1, 8 und 15 eines 28-tägigen Behandlungszyklus zusammen mit Cisplatin mit einer Dosierung von 70 mg/m2 KOF an Tag 1 (nach der Gabe von Gemcitabin) oder an Tag 2 des Behandlungszyklus.

Pankreaskarzinom:
1000 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) über 30 Minuten i.v. einmal wöchentlich über einen Zeitraum von 7 Wochen. Nach einer Pause von einer Woche wird mit 1000 mg/m2 KOF einmal wöchentlich für 3 Wochen fortgesetzt.

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom:
Monotherapie: 1 x wöchentlich 1000 mg/m2 KOF i.v. über 30 Minuten und 3 Wochen danach eine Woche Pause. Dieser 4-wöchige Zyklus wird wiederholt.
Kombinationstherapie: 1250 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) über 30 Minuten i.v. an den Tagen 1 und 8 eines 3-wöchigen Behandlungszyklus zusammen mit Cisplatin in einer Dosierung von 75-100 mg/m2 KOF einmal alle drei Wochen.

Mammakarzinom:
1250 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) über 30 Minuten i.v. an den Tagen 1 und 8 eines 3-wöchigen Behandlungszyklus zusammen mit Paclitaxel in einer Dosierung von 175 mg/m2 KOF, die an Tag 1 über 3 Stunden infundiert werden.

Ovarialkarzinom:
1000 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) über 30 Minuten i.v. an den Tagen 1 und 8 eines 3-wöchigen Behandlungszyklus zusammen mit Carboplatin an Tag 1 wobei eine AUC (area under curve) von 4 mg/ml*min erreicht werden sollte.

Dosisreduktionen sollten ebenfalls nach festgelegten Schemata entsprechend der Erkrankung erfolgen.

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